Benjamin Jaksch

Trainer | Speaker | Lernenthusiast

Der Mensch als Summe seiner Erfahrungen

Meine Vita in 3 Minuten

“What is necessary to change a person, 
is to change his awareness of himself.”

Abraham Maslow

Das eigene Nachdenken als Grundstein für Erfahrung

Als ich mit 12 Jahren damit anfing, meinen Mitschülern und jüngeren Schülern Nachhilfe zu geben, lernte ich einen Zusammenhang sehr schnell: Gut gestellte Fragen sind für den Lernerfolg eines Menschen viel wertvoller als komplizierte Erklärungen. Denn sie regen Menschen zum Nachdenken an und legen den Grundstein für eigene Erfahrungen. Dadurch konnte ich in den 18 Jahren, die ich seitdem aktiv Nachhilfe gebe, vielen Menschen weiterhelfen. Und ich habe dadurch eine Leidenschaft entdeckt: Die Unterstützung bei der Problemlösung.

Problemlösung für komplizierte Systeme

Nach meinem Abitur studierte ich Elektrotechnik. Ich war fasziniert von der Vorgehensweise, wie ein Ingenieur in komplizierten Systemen Fehler behebt oder neue Technologie in bestehende Systeme integriert. Die Zusammenhänge eines komplizierten Systems lassen sich über Messwerte, Modelle und Simulationen gut nachvollziehen, analysieren und darstellen.
Doch ich war weiterhin von komplexen Systemen fasziniert, deren Hauptbestandteil meist Menschen sind. In meinem ersten Job als Produktmanager erlebte ich ein solches System. Ich versuchte die Wünsche, Bedürfnisse und Absichten von Kunden, lokalem Vertrieb, technischem Vertrieb, Entwicklung und Marketing zusammenzubringen. Und natürlich sieht die Fehlerbehebung, die Implementierung neuer Abläufe oder die Umstrukturierung in einem solchen komplexen System komplett anders aus. Oft wird wie in den Ingenieurwissenschaften versucht, ein solches komplexes System auch durch Messwerte (KPI’s, Verkaufsziele, etc.) oder Modelle abzubilden. Doch so ausgeklügelt das Modell auch ist, Hauptbestandteil des komplexen Systems sind nun mal Menschen – und keine Prozessoren, Widerstände oder Kabel. Deswegen braucht es dafür einen anderen Ansatz.

Parkour, der Schlüssel für komplexe Systeme

Im dritten Jahr als Produktmanager lernte ich in meiner Freizeit eine komplett neue Methode der Problemlösung kennen, die es schafft, menschliche Aspekte zu berücksichtigen: Ich begann mit Parkour. Moment, Parkour? Ist das nicht diese Sportart bei der man von Garagendächern runterhüpft? Ja, fast. Für Parkour existieren viele verschiedene gültige Definitionen. Ich persönlich verstehe es als Methode, sich selbst in einer bekannten Umgebung spielerisch neu zu erfahren und effiziente Lösungen für Probleme zu finden, die zum eigenen Profil passen. Zu dieser Zeit wurde der Grundstein für meine heutige Methodik und meine Herangehensweise an Probleme gelegt. Meine Wahrnehmung für komplexe Probleme änderte sich drastisch und der Raum für mögliche Lösungen wurde förmlich gesprengt.

Erfahrung in der Fitnessindustrie

Aus meinen Erfahrungen mit Parkour wurde mir klar, dass an körperlicher Bewegung sehr viel mehr dran ist als der Fitnessaspekt. Trotzdem wollte ich die Fitnessindustrie näher kennenlernen, in der Bewegung eine große Rolle spielt. Deswegen lernte ich innerhalb von zwei Jahren sehr viel über Training, Motorik, den menschlichen Stoffwechsel und Anatomie und wechselte dann als Training Specialist zu dem Münchner Startup Freeletics.
In dieser Zeit habe ich viel über den Umgang von Menschen mit ihren Körpern gelernt. Und ich musste erschreckend feststellen, wie viel Verantwortung viele Menschen für ihre eigene Gesundheit komplett aus der Hand geben. Daraus ergibt sich häufig ein nicht endender Kreislauf: Ein Mensch probiert verschiedene fertige Lösungen zu seiner persönlichen Problemlösung aus, ist aber nie zufrieden, weil es einfach nicht die Lösung gibt. Diese Erkenntnis hat mich in meiner eigenen Überzeugung gestärkt, dass die Lösung für Probleme in komplexen Systemen immer aus dem System selbst entstehen muss.

Ausbildung als systemischer Coach

Durch Zufall habe ich vom systemischen Coaching erfahren, einer Vorgehensweise, die exakt meiner Überzeugung entspricht. Der Grundgedanke im systemischen Coaching ist, dass eine Lösung für ein Problem immer in dem System entwickelt werden muss, in dem das Problem entstanden ist. Dafür lernte ich in der Ausbildung zum systemischen Coach neue Methoden und Werkzeuge kennen, die Einzelpersonen in der Lösungsfindung unterstützen. Seitdem bin ich begeistert davon, wie gut sich Menschen mit diesen Hilfestellungen eigene Lösungen entwickeln können.

Die Umsetzung meiner eigenen Methode

Seit ich vor über 5 Jahren mit Parkour begann, hat sich meine Leidenschaft für komplexe Bewegung weiterentwickelt. Seit drei Jahren nutze ich komplexe Bewegungsaufgaben, um komplexe Inhalte in meinen Workshops spielerisch erlebbar zu machen. Die Teilnehmer machen dadurch bereits eigene Erfahrungen und legen den Grundstein für eigene Lösungen. Meine Methode entwickelt sich konstant weiter und lässt sich flexibel anpassen. Egal ob im Seminarraum, in der Turnhalle oder im Freien – sofern genug Platz für Bewegung ist, lässt sich meine Methode überall anwenden.

Meine Zielsetzung

Ich werde oft gefragt, welche Zielsetzung ich mit meiner Arbeit und im speziellen mit meiner Methode verfolge. Und das Zitat von Abraham Maslow am Anfang dieser Seite drückt das eigentlich sehr gut aus.
Ein Mensch kann sich immer nur selbst verändern. Dafür muss er besonders wenn er in schwierigen Situationen ist, sich selbst, sein Potenzial und seine Möglichkeiten hin und wieder aus einer neuen Perspektive erfahren und wahrnehmen. Dadurch ändert sich schrittweise sein Bewusstsein über sich selbst. Wenn ich ihm dabei behilflich sein kann, hab ich mein Ziel erreicht.